57

Windows Packettool Chocolatery

Meta

Erstellt: 27. Mai 2019
Modifiziert: 27. Mai 2019

Überblick

Packetmanager sind unter Linux etwas selbstverständliches wie z.B. “Advanced Packaging Tool” (apt-get / yum). Der in Windows 10 integrierte Paketmanager war ursprünglich unter dem Namen OneGet bekannt. OneGet ist eine Erfindung des Open Source Technology Centers von Microsoft. Mit der festen Integration des Paketmanagers in Windows 10 bezeichnet Microsoft den Paketmanager nicht mehr als OneGet, sondern als Package Management Feature. Das Microsofts Package Management nicht nur mit NuGet vollständig kompatibel, sondern auch mit dem NuGet-basierten Package Manager Chocolatey.

Das von Rob Reynolds 2011 entwickelte Tool nennt sich Chocolatery. Einen ersten Eindruck kann man sich mit diesem Video von Andy Melton - “Chocolatey Demonstration” gewinnen.

Programme unter Windows zu installieren, heisst über MSI (MS Installer) zu gehen. Oder man installiert aus dem Windows Store eine App. Was Microsoft als die Marschrichtung unter Windows 10 definiert. Beide Versionen sind komplex und fehleranfällig. Ein Paketmanager ist erheblich effizienter, was ich in diesem Artikel demonstrieren will. Unter Windows bietet Chocolatey die beste Integration in die Kommandozeile.

Nachfolgend als Beispiel das Szenario eines frisch installierten PC`s.

Powershell initalisieren

Analog Bash unter Linux ist Powershell die Shell die das arbeiten mit der Kommandozeile effizient macht. Dazu muss Powershell mit Administrator Privilegien gestartet werden. Man kann Chocolatey auch über das klassische Command Line Interface - CMD.EXE - installieren.

PSinitalisieren

Danach kann die Ausführungsrichtlinie so konfiguriert werden, dass Skripte ausgeführt werden können. D.h. Option “Unrestricted” oder “Remote Signed”.

PSinitalisieren

Danach über die Powershell Chocolatery installieren. Die Installation dauert ein paar Minuten. Den Befehl zur Installation findet man auf der Website von Chocolatey (im Abschnitt “Quellen” aufgelistet).

Chocolatery

GUI

Chocolatey hat eine grafische Oberfläche (GUI). Diese kann wie jedes andere Paket direkt aus der CLI - z.B. Powershell installiert werden:

install chocolateygui

Pakete

Die Syntax für die Installation über CLI ist wie folgt, wobei “xxx” “yyy” “zzz” für die Namen von drei Softwarepakten steht. Die Anzahl ist nicht limnitiert durch Chocolatery. Der Parameter “-y” akzeptiert die Lizenzbedinungen des Paketes.

choco install xxx yyy zzz -y

Wo ist die Liste mit den Paketen bzw. den Namen der Paketen?

Auf der Kommandozeile:

Suchen nach einem Paket im Repository:

choco search sysinternals

Suchen (Beschreibung / Tags) nach einem Stichwort. Der Parameter “verbose” zeigt die komplette Beschreibung an.

choco list -verbose sysinternals

In meiner eigenen Softwareliste habe ich den Paketnamen sofern vorhanden notiert.

Modular und erweitert

Ideal aus meiner Sicht ist es, die zu installierenden Software Pakete in einer externen Liste zu führen. Dadurch hat man auch schnell die Möglichkeit mehrere Paketlisten - Anwender und IT Profi - zu nutzen. Diese Paket werden über den Befehl install aufgerufen:

Install-Package d:\packages.config

Die Datei “packages.config” sieht so aus:

```

Quellen

  1. Chocolatery.org
  2. Choco on Github
  3. WindowsPro: Programme installieren und entfernen mit PowerShell Package Management
  4. Scott Hanselmann - Is the Windows User ready for apt-get?
  5. https://www.developerfusion.com/article/137219/aptget-windows-lets-get-chocolatey-part-1/
Letzte Änderung May 27, 2019